Newsletter Juni 2007

Geschrieben am 18. Juni 2007 von Mario Clavadetscher

Liebe WingTsun-Freunde

Am 29. und 30. Mai 2007 durften wir als Teil der polysportiven Projektwoche der Oberstufe Domat/Ems Brigitte Capol und ihre Schülerinnen in Selbstverteidigung unterrichten.
Mit der Unterstützung von Roger Frei, Schulleiter des Spirit Dojo Frei aus Chur und Bonaduz, konnten wir zwei sehr interessante Nachmittage gestalten und verbringen.

Am ersten Nachmittag wurden die Schülerinnen mit den wichtigsten Grundtechniken, einigen psychologischen und rechtlichen Hintergrundinfos der Selbstverteidigung plus ein paar taktischen Verhaltensmassnahmen für alltägliche, aber auch kritische Situationen ausgestattet.
Obwohl an einem einzelnen Nachmittag natürlich nur eine winzig kleine Spitze des ganzen Eisberges Selbstverteidigung unterrichtet werden kann, waren Roger und ich trotzdem sehr beeindruckt von den Schülerinnen, als es dann am zweiten Nachmittag zur praktischen Anwendung in der Tiefgarage kam.

Die Damen wurden durch Roger Frei „belästigt“ und mussten situativ richtig reagieren. Natürlich blieb es selten nur bei einer verbalen Auseinandersetzung und der Angreifer musste ganz schön Prügel einstecken… Zum Glück war er durch einen FIST-Anzug geschützt!
(In der Galerie haben wir ein paar Eindrücke veröffentlicht)

Roger Frei und mir haben diese beiden Nachmittage grossen Spass gemacht. Sie waren auch für uns sehr lehrreich und werden unsere Unterrichtstätigkeit um einige Erfahrungen bereichern.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Brigitte Capol und ihren Schülerinnen für das tolle Mitmachen, Kurt Schneller für die tadellose Organisation, dem Fitnesscenter Bodyplaza für das Nutzrecht der Räumlichkeiten, der Securitas AG für die Ausleihung des FIST-Anzuges und last but not least Roger Frei für seine grossartige Unterstützung beim Unterrichten danken.

Beste Grüsse
WingTsun-Schule Chur
Mario Clavadetscher

Ferien Wing Chun-Schule Chur vom 16. Juli bis 12. August 2007

Geschrieben am 12. Juni 2007 von Mario Clavadetscher

Liebe Schülerinnen und Schüler

Heute wird unser letztes Training vor den Ferien sein. Wir treffen uns bereits um 1900 Uhr für’s Training und gehen dann gegen 2030 Uhr etwas essen ins Restaurant Lacuna.
Wer es nicht auf 1900 Uhr schafft, ist auch später noch herzlich willkommen.

Vom 16. Juli – 12. August 2007 werden wir dann Sommerferien machen. Das erste Training findet wieder am 13. August statt.

„Trainingswütige“ können sich via SMS (079 439 86 32) bei Mario melden. Wenn genug Interessierte vorhanden sind, können wir uns auch mal in den Ferien für ein Training treffen.

Wir wünschen Euch einen erholsamen und tollen Sommer!

Beste Grüsse
Wing Chun-Schule Chur
Roger Staub Mario Clavadetscher

Achtsamkeit und Selbstverteidigung

Geschrieben am 5. Juni 2007 von Mario Clavadetscher

Liebe WT-Freunde

In den letzten News haben wir Euch die Achtsamkeitsmeditation vorgestellt, welche wir nun in unserer Rubrik „Entspannungsverfahren“ im Training weiter üben möchten.

Einige werden sich vielleicht fragen, was haben Meditation oder Entspannungsverfahren allgemein (autogenes Training, progressive Muskelentspannung usw.) mit Selbstverteidigung oder WingTsun gemeinsam?
Nun, dafür müssen wir kurz ausholen… Seit Jahrzehnten beschäftigt sich auch die moderne Wissenschaft immer wieder mit Meditationstechniken. Was man aus heutiger Sicht ziemlich sicher sagen kann ist, dass regelmässige (!) Meditation oder die regelmässige Praxis eines beliebigen Entspannungsverfahrens allgemein zu einem entspannteren Dasein im Alltag führt. Dies kann im täglichen Leben zur Reduktion von Ängsten und Aggressionen beitragen. So wird dann auch die progressive Muskelentspannung oder das autogene Training in verschiedenen Psychotherapie-Formen begleitend zur Behandlung eingesetzt.

Bezüglich Meditation weiss man heute auch, dass es nicht DAS Mantra oder DIE Methode gibt, um irgend einen Zustand zu erreichen. Ein Mantra muss zum Beispiel grundsätzlich einfach zu rezitieren sein, es kann also auch ein Phantasie-Wort genommen werden. Das Gegenteil wird meistens von esoterischen Kreisen behauptet, obwohl schon in den 70er Jahren Dr. Herbert Benson oder Dr. Patricia Carrington zeigen konnten, dass zum Beispiel die Effekte der transzendentalen Meditation auch mit Wörtern wie „ONE“ oder „IAMON“ (Dr. U.Strunz) herbeigeführt werden können.
Nun, grundsätzlich muss man mit Entspannungsverfahren experimentieren und sich dann für die einem am besten zusagende Methode entscheiden und diese regelmässig praktizieren. (weniger ist auch hier oft mehr…)

Kommen wir nun aber zur Selbstverteidigung:

Eine Auseinandersetzung, sei sie nun verbal oder körperlich (Kampf) bedeutet immer Stress für ein Individuum. Die Angst erhöht dabei unseren Adrenalin-Spiegel, damit wir auf Flucht oder Kampf vorbereitet sind. Leider schaltet aber im Stress vielfach das Grosshirn auf „Stand by“, was dazu führt, dass wir nicht mehr klar denken können. (man erinnere sich an die letzte in den Sand gesetzte Schulprüfung, obwohl man gut gelernt hat ;-)
Es scheint jetzt so, dass Leute, die regelmässig Entspannung üben, im Stress weniger heftig reagieren. Sie bleiben ruhiger (man stelle sich einen ZEN-Mönchen vor, welcher ruhig dasitzt und sich absolut im Gleichgewicht befindet).
Und natürlich haben wir, wenn wir auch in Auseinandersetzungen ruhiger bleiben können, mehr Chancen, dass wir überlegt und besonnen handeln und vielleicht einen Kampf mit ein paar schlagfertigen oder deeskalierenden Bemerkungen verhindern können.
Und wenn es trotzdem zum Kampf kommt, wehren wir uns mit Bedacht, d.h. wir schlagen nicht einfach wild drauflos und lassen uns von unseren Aggressionen beherrschen. Wir versuchen, die gelernten Techniken so anzuwenden, dass wir unser Leib und Leben zwar schützen, aber nicht jenseits von jeglicher Notwehr überreagieren. Gerade bei den vielen effizienten Ellenbogen-Techniken des WingTsun ist dies sicher DIE grosse Herausforderung im Kampf ;-)

In den nächsten News wollen wir noch spezifischer auf die Achtsamkeitsmeditation und die Selbstverteidigung eingehen. Bis dahin wünschen wir Euch alles Gute und viel Spass im Training!

Beste Grüsse
WingTsun-Schule Chur
Roger Staub und Mario Clavadetscher

Training vom 17.05.2007

Geschrieben am 16. Mai 2007 von Mario Clavadetscher

Liebe Schülerinnen und Schüler

Das Training an Auffahrt (17.05.2007) fällt aus. Wir wünschen Euch einen schönen Feiertag!

Beste Grüsse
WingTsun-Schule Chur
Roger Staub & Mario Clavadetscher

Newsletter Mai 2007

Geschrieben am 10. Mai 2007 von Mario Clavadetscher

Liebe WT-Freunde

Prüfungen

Am Donnerstag, dem 31. Mai besteht von 1900 bis 2200 Uhr die Möglichkeit, Eure
nächste Prüfung im WingTsun abzulegen. Weitere Informationen dazu erhält Ihr im Training
oder demnächst via Email. Meldet Euch doch bei Interesse direkt bei Eurem Ausbilder.

Achtsamkeitsmeditation

Die Achtsamkeitsmeditation oder Vipassana-Meditation hat sich in den letzten Jahren auch in der westlichen Welt stark verbreitet. Achtsamkeit in der Wirtschaft, Achtsamkeit für Führungskräfte, Achtsamkeit in der Psychotherapie, verschiedene Zweige zeigen grosses Interesse an dieser alten buddhistischen Meditation aus Indien.

„Vipassana“ bedeutet soviel wie „die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind“. Während ich im autogenen Training die Entspannung und die Beeinflussung von Gedanken und Taten als primäres Ziel habe, ist der Ansatz der Achtsamkeitsmeditation ein ganz anderer. Ich lebe bewusst im Augenblick und nehme Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen einfach so wahr, wie sie sind. Das heisst, ich beobachte, aber ich bewerte nicht. (oder besser gesagt, ich versuche, nicht zu bewerten…)

Meditation bedingt tägliches Üben. Man muss sie mit Disziplin und Ausdauer trainieren, damit man einen Benefit davon hat. Wir werden sie die nächsten Monate ebenfalls ins Training integrieren und Euch auch zeigen, wo Schnittstellen zum WingTsun vorhanden sind. Auch in der Selbstverteidigung ist es wichtig, im Jetzt zu leben und vor allem in einer Auseinandersetzung oder im Kampf präsent und wach zu sein.

Meditation bringt gemäss verschiedenen Studien einige gesundheitliche Vorteile. In Amerika gibt es sogar Kliniken, welche diese Art der Meditation für verschiedene Patienten anbieten. Interessante Informationen dazu findet Ihr in den Büchern des Arztes Dr. Jon Kabat-Zinn.

Im Training werden wir die Meditation in den folgenden Schritten aufbauen und üben:

  1. den Atem beobachten (Grundübung der meisten Meditationsformen)
  2. Körperempfindungen beobachten
  3. Gefühle beobachten
  4. Gedanken beobachten
  5. Kampf und Achtsamkeit

Wichtig: in der Achtsamkeitsmeditation werden keine besonderen Bewusstseinszustände angestrebt. Man muss auch nicht einer gewissen Religion angehören, um diese zu üben oder zu verstehen. Man nimmt sich einfach hin und wieder aus dem turbulenten Alltag zurück und beobachtet…

Es gibt eine witzige Erklärung zur Achtsamkeitsmeditation. Es ist ein Bild eines Yogis, welcher auf einem Bein auf einem Surfbrett steht inmitten rauschender Wellen im Meer. Darunter steht: „Sie können die Wellen des Lebens mit der Meditation zwar nicht beeinflussen… aber Sie können lernen, darauf zu reiten.“

In diesem Sinne wünschen wir Euch viel Spass beim Üben!

Beste Grüsse
WingTsun-Schule Chur
Roger Staub und Mario Clavadetscher

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