Nicht vergessen: Am Montag startet Chi Gong!!!!

Geschrieben am 3. September 2010 von Mario Clavadetscher

http://www.wt-chur.ch/2010/08/04/neu-in-chur-chi-gong-ab-september/

Zum Probetraining sind alle herzlich eingeladen!!!

Wunschdenken und Wirklichkeit

Geschrieben am 15. August 2010 von Mario Clavadetscher

Die Psyche des Menschen ist etwas unheimlich Faszinierendes!

Wenn wir als Kinder hingefallen sind oder uns gestossen haben, haben Mutter oder Vater uns in die Arme genommen, “Heile heile Säga” gesungen oder auf die Verletzung geblasen. Diese Zuwendung, diese Zuflucht in vertraute Arme hat Trost gespendet und geholfen, den Schmerz schneller zu überwinden. Heute bekommen die Kinder vielleicht eher ein Arnika-Kügelchen oder Notfallspray ins Gesicht geblasen, wenn sie sich verletzen. Die Wirkung auf psychosomatischer Ebene ist aber vermutlich dieselbe. Zuwendung, Trost, Vertrauen der Kinder in die Eltern und die Erwartungshaltung, dass die Handlung der Eltern hilft. Kein vernünftiger Mensch käme aber wohl auf die Idee, bei einer wirklich schlimmen Verletzung nur “Heile heile Säga” zu singen oder dem Kind ohne ärztliche Hilfe nur ein Kügelchen einzuwerfen…

Die Realität zeigt aber, dass trotz Aufklärung und Verbraucherschutz Wirklichkeit und Aberglaube immer mehr vermischt werden, was vor allem auf medizinischer Ebene und auch im Aufbauen von sozialen Beziehungen gefährliche Konsequenzen haben kann. Ein Hintergrund, warum viele Menschen immer wieder den unmöglichsten Unsinn glauben, ist vermutlich der Placebo-Effekt. Wenn ich heute ein Bild von mir auf Facebook posten würde und glaubhaft schreibe, dass beim Betrachten meines Bildes Kopfschmerzen geheilt werden können, werden in der Regel etwa 10 bis 30% aller Betrachter, unabhängig von Bildung oder sozialem Stand eine Wirkung verspüren. Ich hätte dann schon ein paar Anhänger gefunden und könnte meine Bilder vermarkten.

Was hier wirkt ist der Placebo-Effekt, welcher auf Grund von Erwartungshaltung, Suggestion, Vorannahmen, gegenseitiger Beeinflussung, Konditionierung usw. auch auf körperlicher Ebene eine Wirkung auslösen kann. Für mich ist das das eigentliche Wunder in der Körper-Geist-Thematik und nicht irgendwelche nicht greifbaren Energien, Heilmethoden oder Geistwesen, die hier am Werk sein sollen.

Die meisten werden wohl wissen, dass auch in der Wissenschaft dem Placebo-Effekt Rechnung getragen werden muss. Zum Beispiel mit randomisierten Doppelblindstudien bei medizinischen oder psychologischen Versuchen. Weder Versuchsleiter noch Patient wissen da, wer und ob sie das wirkliche Medikament oder ein Scheinpräparat erhalten haben, denn auch der Versuchsleiter könnte seine Bewertung des Versuches mit Vorannahmen, Wunschdenken oder Selbstbeeinflussung unbewusst verfälschen. Am Beispiel meines Kopfschmerzen-heilenden Bildes würde das heissen, man nähme 100 Leute mit Kopfschmerzen. 50 Versuchspersonen bekämen ohne dass man wüsste, wer es ist, mein Bild, mit dem Hinweis, dass es Kopfschmerzen heilen kann. Die anderen 50 Personen bekämen irgend ein anderes Bild zum Betrachten mit dem gleichen Hinweis. Nach einiger Zeit würde man fragen, bei wem die Kopfschmerzen besser geworden sind. In diesem Fall würde ich mal meinen, dass in beiden Gruppen etwa gleichviel Leute weniger oder mehr Kopfschmerzen hätten, unabhängig davon, welches Bild sie angeschaut haben. Das wird meistens im Rahmen von zirka 30% sein und kann dem Placebo-Effekt oder einem normalen Zufall zugeordnet werden. Somit wäre die resultierende Aussage, dass mein Bild nicht mehr oder weniger Kopfschmerzen heilen kann, als andere Bilder… bzw. eben überhaupt nicht :-)

Gäbe man 50 Personen ein Schmerzmittel und 50 Personen mein Bild wäre das Ergebnis wohl noch klarer. Die Versuchspersonen mit Schmerzmitteln werden signifikant weniger Kopfschmerzen haben als diese, welche auf mein Bild geschaut haben… Somit ist bewiesen: Mein Bild wirkt nicht gegen Kopfschmerzen.

Kommen wir zum Punkt. Bei einigen wenigen Menschen hat zufällig oder auf Grund des Placebo-Effektes mein Bild vielleicht doch gegen Kopfschmerzen “gewirkt”. Diese Menschen könnten jetzt versucht sein, mein Bild als Heilmittel weiterzuempfehlen… und schon hätten wir eine Marktlücke geschlossen und ich als “Heiler” wäre saniert :-)

Grundsätzlich wäre es ja nicht mal so schlimm, wenn jetzt jemandem so ein Hilfsmittel gut tut, dass er es auch anwendet. Gefährlich wird es dann, wenn man auf wirkungsvolle Behandlungsmassnahmen verzichtet, weil man zu sehr auf das Bildchen, Wässerchen, Kügelchen, Amulett usw. vertraut.

Und jetzt spanne ich den Bogen zu den Kampfkünsten!

Auch in den Kampfkünsten gibt es Phänomene, die man auf den ersten Blick nicht sofort erklären kann, die wundersam, ja fast übermenschlich wirken. Aber auch sie lassen sich mit den oben erwähnten psychologischen Zusammenhängen gut erklären. Man muss weder kosmische Energien, noch Zaubersäfte oder spezielle Bewegungen bemühen. Wer von uns hatte nicht schon das Gefühl “Wow, mein Kampfkunsttrainer hat einen extrem harten Schlag!” oder “Gegen meinen Meister hat niemand eine Chance!”. Auch mir selber ging es schon bei verschiedenen Lehrern so. Ursache solcher Gedanken sind aber oft Bewunderung, Wunschdenken und natürlich Absicherung, dass der Stil, welchen ich praktiziere (Zeit und Geld aufwende) auch wirklich gut ist und wirkt. So ist es dann nur menschlich, dass man einen Schlag des Trainers etwas überbewertet oder ihm noch eine “durchdringend stechende Komponente” verleiht. Ebenfalls ist es ja meist auch so, dass der Meister gegen jeden Schüler beim Sparring gewinnt. Sicher hat er viel mehr Erfahrung und Training, aber er profitiert auch vom Gruppendruck und unseren sozialen Normen. Man stellt den Meister nicht vor allen bloss…

Solche Prozesse gehen meist unbewusst ab, führen aber zu interessanten Szenen :-) Die folgenden Filmchen zeigen verschiedene Kampfkünstler, welche in der geschützten Atmosphäre von eigenen Schülern und deren Wunschgedanken, Erwartungen und Konditionierungen wie kleine Übermenschen wirken. Sobald aber jemand von Aussen kommt und skeptisch oder frei von Erwartungen ist, wird’s eher peinlich für die Meister… Ebenfalls und zur Erklärung der Phänomene zeigt ein Mentalist und Hypnotiseur die gleichen Tricks, steht aber dazu, dass es um Suggestion, Beeinflussung und Showhypnose geht und er über keine speziellen Kräfte verfügt. Ihm wird man dann einmal auch nicht vorwerfen können, dass er gutgläubige Menschen mit wirkungslosen Techniken (bezüglich Selbstschutz) auf die Strasse geschickt hat!!!

Viel Spass:

http://www.youtube.com/watch?v=yeacZwl2pbg

http://www.youtube.com/watch?feature=iv&annotation_id=annotation_321010&v=rmenb49oclk

http://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_242600&feature=iv&v=un9gb_vB2e8

http://www.youtube.com/watch?v=bKh5BP-IGfc&NR=1

http://www.youtube.com/watch?v=XDWScOu4Fww&NR=1

http://www.youtube.com/watch?v=qcmrZb9OHeY&NR=1

http://www.youtube.com/watch?feature=iv&annotation_id=annotation_604545&v=wEEDVsEfkgA

http://www.youtube.com/watch?v=2ZtDUF2Ee5s&NR=1

Neu in Chur: Chi Gong (ab September)

Geschrieben am 4. August 2010 von Mario Clavadetscher

Herzlichen Dank für die zahlreichen Feedbacks zu unserer Chi Gong-Umfrage.
Es freut uns, dass das Angebot auf so grosse Nachfrage gestossen ist. Deshalb bieten wir ab dem 6. September montags um 18:00 Uhr jeweils ein Chi Gong-Training an. Details sind auf unserer Homepage unter “Angebot” und “Schule”  zu finden.
 
Im Chi Gong wollen wir uns nicht dem Kampf, sondern dem körperlichen und geistigen Wohlbefinden widmen. 
Für das körperliche Wohlbefinden stehen uns zahlreiche Übungen zur Verfügung, welche das muskuläre Gleichgewicht wieder herstellen können.
 
Chi Gong
Chi Gong

Das Bild nebenan zeigt eine wichtige Übung für “Vielsitzer”. Durch die Übung wird der Körper (vor allem der Bauch ;-) nach hinten gestreckt, was zu einer Entlastung der Wirbelsäule führt.

Dies ist nur ein Beispiel für die vielen Bewegungen, die Chi Gong in seinem Repertoire hat. Das Training wird dabei auf Alltagsbelastungen abgestimmt. Sei es der Rücken oder auch die Unterarme und Handgelenke, welche durch die Arbeit am PC belastet werden. Chi Gong kennt für jede Belastung eine Gegenbelastung, um das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen.
 
Eine Muskulatur, welche sich im Gleichgewicht befindet, wirkt sich auch positiv auf das mentale Befinden aus. (Man stelle sich nur vor, wie angenehm das Aufheben eines heruntergefallenen Geldstückes vom Boden wird, wenn es weniger spannt und zwickt im Rücken oder Knie.) Trotzdem ist es  wichtig, dass wir uns ebenfalls auf der mentalen Ebene um ein Gleichgewicht kümmern.
 
Der Stressreaktion, welche häufig im Alltag ausgelöst wird, setzen wir eine Entspannungsreaktion entgegen. Wenn wir diese Entspannungsreaktion lange genug üben (zum Beispiel durch autogenes Training oder Meditation), schaffen wir uns ein Werkzeug, welches uns gelassener durch den Alltag hilft. Sogar kurz vor einem Meeting oder einer Prüfung können wir uns dann durch Auslösen der Entspannungsreaktion in einen entspannten Zustand versetzen.
 
Wir freuen uns auf die Erfahrungen, welche wir zusammen im Chi Gong-Training machen werden!
 
Beste Grüsse
 
Mario Clavadetscher, Wing Chun-Schule Chur

Umfrage: Chi Gong-Training???

Geschrieben am 29. Juli 2010 von Mario Clavadetscher

Liebe Kampfkunst-Freunde

Wir sind uns am Überlegen, ob wir nicht ein separates Chi Gong-Training in unser Angebot aufnehmen sollen.

Chi Gong hat viele gesundheitlich positive Benefits. Es trägt nicht nur zum muskulären Gleichgewicht des Körpers bei, sondern hilft auch mit stressigen Situationen im Alltag besser umzugehen.

Das Chi Gong-Training würde Aspekte aus dem Yoga, dem Chi Gong, aber auch den bekannten WingChun-ChiKung-Formen beinhalten, die wir auch aus dem WingChun-Training kennen. (oder früher in Trimmis bei Frehner Power unterrichtet haben). Ebenfalls würden Meditation, Achtsamkeit und autogenes Training wichtige Begleiter des Trainings sein, um ein ganzheitliches Konzept unterrichten zu können. Die Lektion würde sich also ganz dem Thema Wellness und Wohlbefinden widmen und den Kampf beiseite lassen.

Wir würden allenfalls vorsehen, das Chi Gong-Training am Montag Abend ab 18 bis 19:15 Uhr anzubieten. Also unmittelbar vor dem WingChun-Training.

Vorher würden wir uns freuen, wenn Ihr uns mitteilen würdet, ob Euch ein solches zusätzliches Angebot überhaupt ansprechen würde und was Ihr sonst noch gerne innerhalb einer solchen Lektion behandeln würdet. Bitte gebt uns doch Euer kurzes Feedback auf mclava@spin.ch.

Besten Dank und schöne Grüsse

WingChun-Schule Chur

freies Training und 2 neue Filmchen

Geschrieben am 11. Juli 2010 von Mario Clavadetscher

Liebe Kampfkunstfreunde

Am Donnerstag, dem 15. Juli findet von 19:00 bis zirka 21:00 Uhr ein freies Training statt. Wir treffen uns in der Schule, im Zentrum des Trainings steht die Repetition und das Üben.

In unserer Galerie haben wir nochmals zwei Technikserien ergänzt.

1. Notlösung gegen einen Faustschlagangriff (wenn’s für einen “sauberen Keil” nicht mehr reicht):

http://picasaweb.google.com/wtchur/NotlosungFaustschlagabwehr#5492571951448406306

 

2. Stockschlagabwehr mit dem Tonfa (Variante aus dem Escrima): 

http://picasaweb.google.com/wtchur/TonfaGegenStock#5492445550852892050

 

Wir wünschen Euch weiterhin schöne Sommerferien!

 

Sportliche Grüsse

 

WingChun-Schule Chur

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