Heute schon entgiftet? ;-)
Im Frühjahr wird der Wunsch wieder laut, den Winterspeck loszuwerden und den Körper zu entgiften, bzw. zu entschlacken.Â
Dass eine Entgiftung, bzw. Entschlackung kaum so möglich ist, wie sie vielerorts von Gesundbetern und Heilpraktikern empfohlen wird, lehrt uns die Wissenschaft schon seit einigen Jahrzehnten. Trotzdem sind viele Anwender begeistert von einem Reset der Körperzellen oder einem “Ausschwemmen” der Gedärme.
Ich denke ebenfalls, dass eine “Entgiftung” aus gesundheitlicher Sicht grossen Sinn macht. Allerdings glaube ich nicht, dass wir dazu Saftkuren machen oder Glaubersalze schlucken müssen, denn der Körper funktioniert von sich aus alleine sehr gut – ist eigentlich ein Wunder – wenn wir ihn nur so gebrauchen würden, wie die Natur es vorgesehen hat. Mein Ansatz ist eher pragmatisch und wenig sensationell: Weniger Gifte oben reinschütten!!!
Welche Entlastung würden wir dem Körper bieten, wenn wir auf den ganzen Industriemüll wie Fertigprodukte etc. verzichten oder das Rauchen, den Drogen- und Alkoholkonsum unterlassen würden? Ich habe oft an Kursen erlebt, dass Menschen begeistert Atemübungen oder “energetisierende Bewegungen” praktizierten, sich aber kurz nach dem Training eine Zigarette anzündeten. Aus gesundheitlicher Sicht wäre eine Raucherentwöhnung prioritär anzustreben und täte dem Körper noch viel besser als ein paar ChiGong-Bewegungen…
Neben einer abwechslungsreichen, vollwertigen Ernährung braucht der Körper genügend Bewegung, damit “die Säfte” richtig fliessen können… und Entspannung und Schlaf, damit sich der Körper regenerieren kann. Das Restliche geht dann fast von selbst. Man braucht daraus keine Religion zu machen.
Zur ganzen Thematik gibt es in der Süddeutschen Zeitung einen heiteren Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/leben/fasten-du-bist-dreck-1.1088563
http://www.sueddeutsche.de/leben/fasten-du-bist-dreck-1.1088563-2
http://www.sueddeutsche.de/leben/fasten-du-bist-dreck-1.1088563-3
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Beste Grüsse
WingChun-Schule Chur
Mario Clavadetscher